Mario Döweling - Vogelsberg

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Pressemitteilungen vom 21.03.2018:

Breitbandausbau im Vogelsberg

Freie Demokraten fordern mehr Einsatz beim Breitbandausbau

Die Kreistagsfraktion der Freien Demokraten hat sich auf ihrer letzten Sitzung mit den Antworten des Landrats auf ihre Anfragen zum Breitbandausbau im Vogelsbergkreis befasst.
„Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass endlich Bewegung in die Sache kommt und der Ausbau bis 2019 abgeschlossen sein soll“, so der Fraktionsvorsitzende Mario Döweling.

Vor allem die Ankündigung des Landrats, die Schulen im Kreisgebiet und die Gewerbegebiete mit einem direkten Glasfaseranschluss zu versorgen, stößt bei den Freien Demokraten auf ungeteilte Zustimmung.
„Es ist schlicht ein Skandal, dass wir bisher in Grebenhain, Nieder-Ohmen und Engelrod Schulstandorte haben, die nur über einen 6.000er DSL-Anschluss verfügen. Hier wird nun mit Bundesmitteln Abhilfe geschaffen, auch wenn hier leider wieder bürokratische Hürden zu überwinden sind“, ärgert sich Döweling. Hier sei auch die neue Bundesregierung gefragt, die Fördermittelvergabe zu entbürokratisieren und den wohlfeilen Ankündigungen zum Breitbandausbau im Koalitionsvertrag auch Taten folgen zu lassen.
Die weitere Planung des Breitbandausbaus sehen die Freien Demokraten allerdings sehr kritisch.
„Während der Landrat noch in seinen ersten Wahlkampf mit der Forderung gezogen ist, er wolle Glasfaser in jedes Haus bringen, ist davon nach einer Amtszeit nichts mehr übrig geblieben“, erläutert der Fraktionsvorsitzende.
Während einige wenige im Kreisgebiet in diesen Genuss kämen, müsse sich der Großteil der Bürgerinnen und Bürger mit den Ausbaubemühungen der Telekom herumschlagen, die auf die in Expertenkreisen als fragwürdig und nicht zukunftsfähig eingestufte Vectoring-Technologie setze. Die Freien Demokraten teilen nicht die Einschätzung von Landrat und Telekom, dass Übertragungsraten von 30-100 Mbit/s ausreichend „für den Hausgebrauch“ der Bürgerinnen und Bürger seien.

„Allerdings ist hier auch der Bundesgesetzgeber gefordert, klare Vorgaben zu machen und im Zweifel den Ausbau zu finanzieren, schließlich schreibt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gleichwertige Lebensverhältnisse im Staatsgebiet vor- das gilt auch für die mangelhafte Verfügbarkeit von schnellem Internet im ländlichen Raum gegenüber dem Ballungsraum“, erläutert Mario Döweling. Da man offensichtlich nur mir Druck etwas erreiche, werde die FDP einen Resolutionsentwurf zur nächsten Kreistagssitzung einbringen.

Mario Döweling