Mario Döweling - Vogelsberg

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Pressemitteilungen vom 24.05.2019:

Wölfe im Vogelsbergkreis

FDP will den Wolf zum Thema im Kreistag machen

Die Kreistagsfraktion beschäftigte sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit der Vorbereitung der nächsten Kreistagssitzung. Dabei wurde beschlossen, einen dringlichen Antrag zum Thema Wolf einzubringen. „Das Hessische Umweltministerium muss endlich handeln und einen Managementplan zum Thema Wölfe in Hessen auflegen“, so der Fraktionsvorsitzende Mario Döweling.

Es könne angesichts von hohen Wolfsbeständen in benachbarten Bundesländern wie Niedersachsen und bestätigten Wolfssichtungen und eventuellen Rissen in der Rhön und im Vogelsberg nicht sein, dass man hier untätig bleibe und Landwirte und Viehhalter im Stich lasse.
„Es muss klar geklärt werden, ob es Zuschüsse für Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen bei Wolfsrissen gibt“, fordert Döweling. Zudem sei zu prüfen, ob man den Wolf nicht im Zuge der fälligen Fortschreibung des Hessischen Jagdgesetzes dem Jagdrecht unterstelle, was ein Eingreifen bei so genannten „Problemwölfen“ erleichtere.
Auch wenn hier der Bundesgesetzgeber reagiert habe, gebe es hier hohe verwaltungsrechtliche Hürden, da der Wolf derzeit eben nicht dem Jagdrecht unterliege.
Auch wenn ein Abschuss eines zu Schaden gehenden Wolfes selbstverständlich die allerletzte Option bleiben müsse. Gleichzeitig fordert die FDP eine sachliche Debatte über mögliche Lebensräume für Wölfe in Hessen.
„Man muss das sachlich und politisch diskutieren, ob und wo wir den Wolf in Deutschland und Hessen haben wollen“, erläutert Mario Döweling. Für alle größeren Schalenwildarten wie Rot- und Muffelwild gebe es klar definierte Populationsgebiete, nur beim Wolf lasse man derzeit recht blauäugig eine unkontrollierte Verbreitung zu und nehme mögliche Schäden in der Land- und Forstwirtschaft in Kauf. Die FDP hofft auf ein deutliches Signal aus dem Kreistag nach Wiesbaden.

Ein weiteres Thema ist aus Sicht der Freien Demokraten das Vorgehen des Kreises beim Auftritt meldepflichtiger Krankheiten wie zum Beispiel Masern, vor allem an den Schulen im Kreisgebiet. Die FDP hat hierzu eine entsprechende Anfrage gestellt.

Auch die Versorgung von Angehörigen im Einsatz verletzter oder gar verstorbener Feuerwehrleute liegt der FDP am Herzen. „Hier gibt es eine Gesetzeslücke, die im Sozial-ministerium auch bekannt ist, aber offensichtlich in Kauf genommen wird“, erläutert Mario Döweling.
„Da es aus unserer Sicht nicht sein kann, dass Menschen, die im Katastrophenfall ihr Leben für die Allgemeinheit riskieren nicht vollumfänglich abgesichert sind, hoffen wir auch hier mit einer breiten Mehrheit des Kreistages Druck auf die Verantwortlichen in Wiesbaden auszuüben“, so der Fraktionsvorsitzende.

Mario Döweling