Mario Döweling - Vogelsberg

Schwerpunktthema

Politik für den ländlichen Raum!

Der ländliche Raum wird von der derzeitigen Landesregierung sehr stiefmütterlich behandelt- damit muss Schluss sein!

Ich fordere Investitionen in die Infrastruktur und die von der Verfassung vorgegebene Angleichung der Lebensverhältnisse in Stadt und Land!

Der ländliche Raum ist kein Freilichtmuseum!

Deshalb:

-ein Sofortprogramm für den Breitbandausbau
(Glasfaser in jedes Haus)

-ein Sonderinvestitionsprogramm Infrastruktur zum
Erneuern der Landstraßen unter vernünftigen Parametern
(Stichwort Fahrbahnbreite)

-Bestandsaufnahme der Krankenhauslandschaft im ländlichen
Raum und Erstellen eines 10-Jahres-Konzeptes zur Zukunft
der Versorgung

-ein Denkmalschutzprogramm zur Revitalisierung und
Entschlackung der Ortskerne (Abriss verfallener Gebäude)

-einen Flächenfaktor im kommunalen Finanzausgleich um die
ländlichen Kommunen zu stärken

-einen Demographiefaktor in der Lehrerzuweisung um das
Schulangebot auf dem Land zu erhalten!

Darum geht es am 28.Oktober 2018!

Unterstützen sie mich mit ihrer Stimme

Ihr Mario Döweling

Bildungspolitik

•Ich will mehr Freiheit für die Hessischen Schulen. Früher wurde oft gefordert von dem ehemaligen PISA-Sieger Finnland zu lernen. Damit wurden dann Debatten über Einheitsschule und Schulstrukturen geführt. Dabei ist die Qualität des Unterrichts entscheidend- nicht die Schulstruktur! Aber: In Finnland haben die Schulen viel mehr Freiheit. Sie können ihre finanziellen Mittel flexibel einsetzen und entscheiden ob sie mehr Lehrer, mehr Lehrmittel oder eine Verwaltungskraft benötigen. Dadurch lassen sich passgenaue und qualitativ hochwertige Schul- und Unterrichtsangebote erzeugen, die auf die Verhältnisse vor Ort zugeschnitten sind! Diese Möglichkeiten müssen wir Hessens Schulen auch geben und dafür setze ich mich zusammen mit der Hessischen FDP ein. Ein erster Schritt war es, den Schulen zu erlauben, ein eigenes Girokonto zu führen.
Seit 2011 liegt ein neues Hessisches Schulgesetz vor, das den Schulen ein nie da gewesenes Maß an Freiheit in der Verwendung der Ressourcen und der Gestaltung des Unterrichts gewährt.
Danach kann jede Schule selbst im Rahmen der Gesamt- und Schulkonferenz und nach Abstimmung mit dem Schulträger, entscheiden, ob und wie schnell sie den Weg in die Selbstständigkeit gehen will. Dabei wird auch auf die Belange der verschiedenen Schulformen Rücksicht genommen.
So erhalten zum Beispiel die Beruflichen Schulen ganz neue Möglichkeiten bis hin zur rechtlichen Selbstständigkeit, denen die Erkenntnisse des Modellversuchs "Selbstverantwortung Plus" zugrunde liegen!

Nun gilt es, den Schulen auch weiterhin Unterstützung auf diesem Weg zu geben- hier kommt derzeit zu wenig von der Hessischen Landesregierung! Den Schulen wurden neue bürokratische Hindernisse in den Weg gelegt und die Gängelung durch die Staatlichen Schulämter und das Kultusministerium ist stärker denn je!

•Unter Federführung der FDP hatten die Hessischen Schulen in den letzten Jahren einen nie da gewesenen Aufwuchs an Ressourcen erlebt! Bis zum Jahr 2014 wurden 2.500 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und besetzt, genauso wie alle weiteren frei werdenden Lehrerstellen.
Die Unterrichtsversorgung wurde auf 105% im Landesdurchschnitt erhöht und jedes Jahr wurden über den eigenen Bedarf hinaus Referendare ausgebildet!
Leider hat die schwarz-grüne Landesregierung durch eine Erweiterung der Aufgaben für die Schulen und das Einrechnen dieser Aufgaben in die Lehrerversorgung dafür gesorgt, dass die 105% Lehrerversorgung in der Realität nicht mehr vorhanden sind!
Zudem wurde auf den absehbaren Engpass an Lehrkräften nicht durch eine Aufstockung der Ausbildungskapazitäten reagiert, so dass in bestimmten Fächern und Schulformen (z.B. Grund- und Förderschullehramt) derzeit einfach keine Lehrer zur Verfügung stehen, um den Bedarf abzudecken! Das muss durch ein Sofortprogramm zur Lehrerausbildung geändert werden!



•Eine große Herausforderung für die Hessische Schullandschaft ist die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die "Inklusion", also die gemeinsame Beschulung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen im Regelunterricht, ist ein ehrgeiziges Ziel, dem sich die BRD verpflichtet hat. Das die Verwirklichung dieses Ziels nicht von heute auf morgen geht und eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels bedarf, ist unter Experten unumstritten. Gleichwohl ist immer auch das Wohl des einzelnen Kindes zu bedenken. So wird es wohl trotz aller Anstrengungen immer Fälle geben, wo eine adäquate Förderung nur unter dem Dach einer Förderschule möglich ist. Deshalb gilt hier das Credo: "Soviel gemeinsamer Unterricht wie möglich, soviel getrennte Förderung wie nötig!"

•Eine weitere Herausforderung wird der demographische Wandel in Hessen, vor allem bei uns im Vogelsbergkreis. Hier gilt es nach Möglichkeit zu versuchen über intelligente Lösungen wie Verbundschulen, jahrgangsübergreifenden Unterricht etc, die Schulstrukturen auch in der Fläche zu erhalten. Hier kann die Landespolitik allerdings nur die Rahmenbedingungen schaffen, die Entscheidungen sind vor Ort von den Schulträgern zu treffen. Ich habe mich während meiner Zeit im Landtag dafür eingesetzt, diese Rahmenbedingungen in das neue hessische Schulgesetz zu schreiben. Nun gilt es auch dafür zu sorgen, dass demographische benachteiligte Gebiete wie der Vogelsbergkreis einen Demographieindex in der Lehrerzuweisung erhalten, um den Schülerinnen und Schülern ein ebenso gutes und breit gefächertes Angebot an Kursen zu bieten, wie im Ballungsraum! Dazu muss die so genannte "demographische Rendite" aus den zurück gehenden Schülerzahlen im System und vor allem in der Fläche bleiben! Dafür müssen alle Parteien im Vogelsberg an einem Strang ziehen, um unsere Interessen gegenüber den Entscheidungsträgern in der Landespolitik zu verdeutlichen und um die Benachteiligung gegenüber dem Ballungsraum zu beenden!

•Lehrer brauchen Zeit und Freiräume zum Unterrichten und individuellen Fördern! Derzeit verbringen Lehrkräfte sehr viel Zeit mit Verwaltungsaufgaben und dem Verfassen von Protokollen, Förderplänen, usw! Das ist nicht zielführend- die Lehrer müssen zeitlich entlastet werden! Dann können sie sich auf ihr Kerngeschäft- nämlich das Fördern und Unterrichten konzentrieren! Leider werden diverse Überlastungsanzeigen von Lehrkräften und Schulleitungen im Hessischen Kultusministerium derzeit nicht ernst genommen- hier braucht es wieder eine Kultur der Wertschätzung gegenüber den Lehrkräften und Schulleitungen!

•Wir als FDP fordern eine neue Didaktik für die Hauptschule, das heißt die Wissensvermittlung und Organisation dieser Schulform muss neu erdacht werden. Das ist die zentrale Herausforderung.
Ob man Haupt- und Realschüler in verbundenen Klassen oder zeitweise differenziert unterrichtet ist letztlich zweitrangig und richtet sich auch nach den Gegebenheiten vor Ort- wichtig bleibt der Erhalt beider Schulformen bzw. Bildungsgänge, denn Industrie und Handwerk benötigen den gut ausgebildeten Hauptschüler ebenso, wie den Realschüler oder Gymnasiasten.

Bei all diesen Debatten über Differenzierung und Schulstruktur muss selbstverständlich die individuelle Förderung der Kinder im Vordergrund stehen. Hier sind die Praktiker an unseren Schulen gefragt, ein System zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten ist. Dabei sollten die Schulen größtmögliche Freiheiten durch das Land Hessen und den Schulträger erhalten.


•Aber das Lernen fängt ja nicht bei der Schule an. Auch in den KiTas brauchen wir eine Qualitätsoffensive und gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, um die Grundlagen für den späteren Bildungsweg der Kinder zu legen!

•Gute und beständige Fort- und Weiterbildung ist für jeden Menschen gleich welchen Alters wichtig! Vor allem in ländlichen Regionen wie dem Vogelsbergkreis kann ein flächendeckendes und breites Angebot nur vorgehalten werden, wenn bestehende Angebote vernetzt und gebündelt werden. Nicht jeder muss das Rad neu erfinden! Deshalb befürworte Ich die Weiterführung der Hessencampus-Initiativen, um die Fort- und Weiterbildung im Vogelsberg und in Hessen fit für die Zukunft zu machen!


Mario Döweling